tl;dr
Im Channel Builder legst du fest, welche Kosten und Umsätze zu welchem Marketingkanal gehören.
Kanäle werden über UTM-Regeln und Kosten-Datenquellen-Verknüpfungen gematcht — die Priorität läuft von oben nach unten durch deine Kanalliste
Wenn du für alle Kanäle dem Klar-UTM-Setup folgst, matchen die Standard-Kanalregeln deine Daten bereits korrekt
Jeder Kanal hat drei Dimensionen: einen Channel Name (Freitext), eine Channel Category (14 Optionen, z.B. Paid Social, Organic Search, Direct) und eine Channel Group (Paid, Brand oder Owned)
Daten, die zu keinem Kanal passen, erscheinen in deinen Reports als Default
Was ist ein Marketingkanal?
Ein Kanal ist eine einheitliche Sicht auf Daten aus verschiedenen Datenquellen, gematcht über von dir definierte Regeln.
Jede Brand definiert Kanäle etwas anders. Der Channel Builder gibt dir volle Flexibilität, diese Regeln selbst zu definieren — über drei Dimensionen:
Channel Name — ein frei gewähltes Label (z.B.
Meta | Paid Social | DE)Channel Category — eine von 14 Standard-Kategorien: Paid Social, Paid Search, Influencer, Organic Search, Direct, Email, Display und mehr
Channel Group — der Kanaltyp: Paid, Brand oder Owned
Diese Dimensionen richtig zu setzen, ist es, was deine Profitability-, Attribution- und Marketing-Reports aussagekräftig macht.
Deine Kanalregeln richtig zu setzen ist eine der wirkungsvollsten Dinge, die du in Klar tun kannst — und das meiste davon hängt an einer sauberen Namenskonvention für deine UTM-Parameter. Wenn du Fragen zum Setup hast, melde dich einfach über den Support-Chat in Klar. Wir helfen dir gern, deine Kanäle genau so einzurichten, wie du sie willst.
Deinem Klar-Konto werden standardmäßig mehrere Kanäle mit entsprechenden „üblichen" Kanalregeln hinzugefügt. Prüfe und passe sie an deine individuelle UTM-Parameter-Logik an.
Wie werden Daten einem Kanal zugeordnet?
Drei Arten von Daten werden jedem Kanal zugeordnet:
Channel Performance & Costs — Ausgaben, Klicks und Impressionen aus deinen verbundenen Werbekonten (Meta, Google Ads, TikTok usw.) und allen Custom-Costs-Google-Sheets
Sessions & On-page-Verhalten — Sessions, Bounces, Verweildauer, Warenkorbrate — aus Google Analytics 4
Orders & Revenue — Klar nutzt dein Shop-System (z.B. Shopify oder Shopware) als Basis und matcht Google-Analytics-Daten darüber, da GA4 verlässlichere Kanalinformationen hat. Gibt es eine Übereinstimmung, haben GA4-Daten Vorrang; wenn nicht, bleiben die Shop-System-Daten bestehen.
So erstellst du einen neuen Kanal
Gehe in der linken Seitenleiste zu Store-Konfigurator → Kanäle
Mehrere Standard-Kanäle sind vorkonfiguriert — prüfe und passe sie an deine UTM-Namenskonvention an, bevor du neue hinzufügst
Klicke auf + Create Channel
Gib einen Channel Name ein und wähle die Channel Category und Channel Group
Verbinde die relevanten Datenquellen und füge Filterbedingungen mit der AND / OR-Logik hinzu (siehe unten)
Klicke auf Save
Wenn Daten zu mehreren Kanälen passen könnten, ziehe die Kanäle zum Neuanordnen — die Liste läuft von oben nach unten, und der erste passende Kanal gewinnt
Wie funktionieren Bedingungen und Gruppen?
Jede Datenquellen-Verknüpfung kann eine oder mehrere Filterbedingungen haben. Die verfügbaren Felder hängen von der Datenquelle ab — eine Google-Ads-Datenquelle bietet z.B. Campaign Name, während eine GA4-Datenquelle UTM Source, UTM Medium, UTM Campaign und Visit Source bietet.
Die drei Operatoren:
Contains — der Wert taucht irgendwo im Feld auf
Does Not Contain — schließt Traffic aus, der zu diesem Wert passt; nützlich, um bezahlte Kanäle frei von Referral- oder Influencer-Traffic zu halten
Like — teilweiser/Muster-Match; z.B. fängt
fbauchfbclid,fb-adsund jeden anderen Wert mitfbabNot Like — schließt Teil-Matches aus
Starts With — der Wert steht am Anfang des Felds
Does Not Start With — schließt Werte aus, die mit einem bestimmten String beginnen
AND vs. OR:
Nutze AND, wenn alle Bedingungen wahr sein müssen — klicke auf Add Condition, der Connector steht standardmäßig auf AND
Nutze OR, wenn eine einzige Bedingung genügt — klicke auf Add Nested Condition, um innerhalb einer Bedingung einen OR-Wert hinzuzufügen
Gruppen lassen dich AND- und OR-Logik kombinieren. Jede Gruppe hat ihre eigene interne Logik, und die Gruppen selbst werden per AND oder OR verknüpft.
Beispiel — Meta-Paid-Kanal (GA4-Datenquelle):
UTM Medium → Does Not Contain →
referralAND UTM Source → Contains →
facebookORmetaORinstagramOR UTM Source → Like →
fbORigAND UTM Medium → Does Not Contain →
influencer
Das matcht Meta-Sessions und schließt gleichzeitig Referral- und Influencer-Traffic aus — beide werden in ihren eigenen, separaten Kanälen behandelt.
Um Daten aus einer zweiten Datenquelle zu matchen (z.B. dem Klar Pixel oder einer Post-Purchase Survey), klicke auf Add Data Source Group und richte für diese Datenquelle einen separaten Satz an Bedingungen ein.
Hinweis: Klars Matching ist case-insensitive — google, Google, GOOGLE und sogar GooGLe matchen alle dieselbe Regel.
Umgang mit Direct- und Google-Fallback-Bestellungen
Manche Bestellungen kommen ohne UTM-Daten an und können nicht über die normalen Kanalregeln gematcht werden. Für diese greift Klar auf das Visit-Source-Feld des Shop-Systems zurück (z.B. Shopify Visit Source), das typischerweise Werte wie Direct oder Google enthält.
Direct → ordne dies deinem Direct-Kanal zu.
Google (ohne UTMs) → du hast zwei Optionen:
Leite es in deinen größten bestehenden Google-Kanal (z.B. Branded Paid Search)
Erstelle einen eigenen Google-Fallback-Kanal mit einer Regel
Shopify Visit Source = google
Wichtig: Wenn du die Visit Source des Shop-Systems nutzt, platziere diesen Kanal immer ganz unten in deiner Liste. Er soll nur Bestellungen abfangen, die keine UTM-Daten haben — und nicht Bestellungen überschreiben, die welche haben.
Was passiert, wenn nichts matcht?
Ein gut konfigurierter Channel Builder sollte nahezu 100 % des Traffics und der Kosten matchen. Jede Bestellung oder Session mit n/a über alle Dimensionen — ohne passenden Kanal — erscheint in deinen Reports als Default.
⚠️ Wenn du ein großes Default-Volumen siehst, prüfe deine UTM-Parameter und Kanalregeln. Der Channel Naming Blueprint zeigt Beispiel-Setups für die häufigsten Kanalkonfigurationen.





