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Datasource Customizations

So steuerst du, welche Daten aus einer Datenquelle in Klar einfließen — Exclude/Include Orders & Costs, Replacement Orders und Source Settings (Product Information, Script Discounts, SKU Source).

Verfasst von Michael Stenger

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Mit Datasource Customizations steuerst du, welche Daten aus einer verbundenen Datenquelle in Klar einfließen.

  • Shop-Datenquellen: Exclude Orders, Exclude Items, Include Orders, Replacement Orders

  • Marketing-Datenquellen: Exclude Costs, Include Costs

  • Source Settings (Shopify & Shopware 6): Product Information, Script Discounts, SKU Source

Du findest sie unter Store-Konfigurator → Datenquellen → Datenquelle öffnen → Customizations.



Wo du die Customizations findest

Customizations werden pro Datenquelle angewendet. So rufst du sie auf:

  1. Gehe in der linken Seitenleiste zu Store-KonfiguratorDatenquellen

  2. Klicke auf eine beliebige Datenquelle, um ihre Detailseite zu öffnen

  3. Scrolle zum Bereich Customizations

  4. Klicke auf Create CustomizationAdd New Customization

Source Settings befinden sich in einem separaten Bereich unterhalb der Customizations auf derselben Seite.


Customizations für Shop-Datenquellen

Die folgenden Customizations sind für alle Shop-Datenquellen verfügbar (Shopify, Shopware, WooCommerce usw.):

Exclude Orders

Manche Bestellungen gehören nicht in deine Reports — Testbestellungen, kostenlose Influencer-Sendungen oder interne Bestellungen. Nutze dies, um sie herauszufiltern.

Verfügbare Filterbedingungen für Shopify: Shopify Order Tags, Discount code, Revenue value.

Beispielregel (Shopify): Shopify Order Tags → Like → test — schließt alle mit „test" getaggten Bestellungen aus allen Reports aus.

💡 Tipp: In Kombination mit mehreren Store-Views gibt dir Exclude Orders die Flexibilität, unterschiedliche Datenansichten für verschiedene Märkte oder Geschäftsbereiche zu erstellen.

Exclude Items

Nutze Exclude Items, um bestimmte Line Items aus Bestellungen herauszufiltern. Nützlich, wenn bestimmte Produkte nie in deinen Reports erscheinen sollen. Die verfügbaren Filterbedingungen hängen von deiner Shop-Plattform ab.

Include Orders

Include Orders ist das Gegenteil von Exclude Orders — nur Bestellungen, die deinen Kriterien entsprechen, werden einbezogen.

Beispiel: Du hast einen Shopware-Store, der sowohl DE- als auch AT-Kunden bedient. Erstelle zwei Klar-Stores und nutze in jedem Include Orders, um nach Versandland zu trennen.

Replacement Orders

Wenn dein Kundenservice eine beschädigte oder verspätete Lieferung erneut versendet, erstellt er oft eine neue Bestellung mit 100% Rabatt. Replacement Orders lösen das. Als Replacements identifizierte Bestellungen erhalten:

  • Bestellanzahl: 0

  • Umsatz: 0

  • Rabatt-/Voucher-Wert: 0

  • Produkt- und Logistikkosten: bleiben erhalten — weil sie dir ein zweites Mal tatsächlich entstanden sind

Beispielregel (Shopify): Shopify Order Tags → Like → customer support — markiert alle vom Kundenservice erstellten Bestellungen als Replacements.


Customizations für Marketing-Datenquellen

Marketing-Datenquellen (Meta, Google Ads, TikTok und andere) lassen sich ebenfalls anpassen, um zu steuern, welche Kosten in Klar einfließen.

Exclude Costs

Nutze Exclude Costs, um Ausgaben bestimmter Kampagnen, Ad Sets, Ads oder Länder aus deinen Reports zu entfernen.

Verfügbare Filterbedingungen für Meta: Facebook Campaign Name, Adset Name, Ad Name, Country. Andere Plattformen bieten entsprechende Felder (z.B. Google Campaign Name, TikTok Ad Name).

Beispielregel: Facebook Campaign Name → Contains → influencer — schließt alle Influencer-Kampagnen aus den Ad-Kosten-Berechnungen aus.

Include Costs (Ad-Account-Filter)

Include Costs ist die gängigste Art, geteilte Werbekonten in Multi-Store-Setups zu handhaben. Verbinde dasselbe Werbekonto mit mehreren Klar-Stores und nutze dann in jedem Include Costs, um zu filtern, welche Kampagnen zu welchem Store gehören.

Beispiel: Zwei Stores (EU + US), ein geteiltes Meta-Ads-Konto. Verbinde Meta Ads mit beiden Stores und konfiguriere:

  • EU-Store: Include Costs → Facebook Campaign Name → Contains → [EU]

  • US-Store: Include Costs → Facebook Campaign Name → Contains → [US]

Jeder Store sieht jetzt nur noch seine eigenen Ad-Kosten.

Nur die Daten eines Kunden — ein geteiltes Werbekonto filtern (Agenturen)
Wenn du eine Ad-Plattform (z.B. Pinterest, Meta) verbindest, bei der dein Login Zugriff auf mehrere Werbekonten hat — etwa eine Agentur, die mehrere Kunden betreut — zieht Klar standardmäßig all diese Konten hinein. Um nur den relevanten Kunden in diesem Store zu behalten, filtere auf Datenquellen-Ebene:

  1. Öffne die Ad-Plattform-Datenquelle (z.B. Pinterest) unter Store-KonfiguratorDatenquellen.

  2. Gehe zu Customizations und klicke auf Add.

  3. Füge einen Filter hinzu, um nach Ad Account ID ein- oder auszuschließen — schließe nur das Werbekonto dieses Kunden ein oder die anderen Konten aus.

Verwende die Ad Account ID, nicht einen Kampagnennamen-Filter, wenn du ein ganzes anderes Konto draußen halten willst. (Kampagnennamen-Filter wie „contains EU / US" dienen dazu, ein einzelnes Konto über Stores aufzuteilen — nicht dazu, verschiedene Kunden zu trennen.)

Behebt das auch historische Daten? Ja. Diese Einstellungen gelten für den gesamten Zeitraum, sodass Ad-Kosten eines anderen Kunden, die bereits in diesem Store auftauchten, rückwirkend entfernt werden, sobald der Filter gesetzt ist — es sei denn, du konfigurierst ausdrücklich eine zeitgebundene Einstellung.


Source Settings

Source Settings sind für Shopify- und Shopware-6-Datenquellen verfügbar.

Product Information (Shopify)

Wenn du Produkte im Lauf der Zeit umbenannt hast, kann dasselbe Produkt unter mehreren Namen in deinen Reports erscheinen. Product Information steuert, welchen Namen Klar verwendet:

  • Use product information at checkout (snapshot) — verwendet den Produktnamen, wie er zum Zeitpunkt der Bestellung war. Empfohlen für historische Genauigkeit.

  • Use product information from catalog — verwendet den heutigen aktuellen Produktnamen und die SKU aus deinem Shopify-Katalog. Nützlich, wenn alle historischen Bestellungen deine aktuelle Benennung widerspiegeln sollen.

Script Discounts (Shopify)

Shopify Script Discounts werden programmatisch angewendet und können zwei unterschiedliche Zwecke erfüllen. Sag Klar, wie sie zu behandeln sind:

  • Apply to Price Reduction — nutze dies, wenn du Script Discounts verwendest, um Bundles zu erstellen (der Rabatt ist Teil des Produktpreises, kein kundenseitiger Voucher)

  • Apply to Discount — nutze dies, wenn du Script Discounts als reguläre Rabattcodes verwendest, von denen Kunden profitieren

Das beeinflusst, wie Rabatte in deinem GuV-Wasserfall und deinen Reports erscheinen.

SKU Source (Shopware 6)

In Shopware 6 kannst du wählen, welches Produktfeld Klar als SKU-Identifier verwendet:

  • EAN — verwendet die EAN (European Article Number) des Produkts als SKU in Klar

  • Product number — verwendet die Shopware-Produktnummer als SKU in Klar

Wähle nach dem Feld, das du konsistent in deinem Katalog und in deiner COGS-Konfiguration verwendest. Wenn dein COGS-Sheet auf Produktnummern verweist, wähle Product number — und umgekehrt für EAN.

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