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Die Logistikkosten liegen in Klars Margen-Wasserfall zwischen CM1 und CM2:
Nettoumsatz − COGS = CM1
CM1 − Logistikkosten − Transaktionskosten = CM2
Wenn du deine Logistikkosten sauber erfasst, stimmt dein CM2 (deine Marge nach Fulfillment) — und du bekommst realistische Werte für POAS und CM3.
Diese Kostenarten kannst du konfigurieren:
Kosten pro Bestellung — ausgehender Versand, Verpackung und weitere Kosten je Bestellung (pauschal oder gewichtsbasiert)
Kosten pro Artikel — Kommissionierung, eingehender Versand und Lagerung je Einheit
Kosten pro Rücksendung — Retourenabwicklung je Artikel und je Bestellung
Kosten pro Neukunde — Goodies oder Infomaterial für Erstkäufer
Tägliche Fixkosten — z.B. Lagermiete, gleichmäßig auf alle Bestellungen des Tages verteilt
Produktspezifische Kosten — Kosten, die nur für bestimmte Produkte anfallen
Produkte, die von den Logistikkosten ausgeschlossen sind — z.B. digitale oder nicht-physische Produkte
Wichtig: Seit der Aufnahme des Videos hat sich das Setup der Logistikkosten geändert. Du konfigurierst deine Logistikkosten jetzt direkt in der jeweiligen Datenquelle (Shop), mit der sie verknüpft sein sollen.
So konfigurierst du deine Logistikkosten
Schritt 1: Zum Bereich Kosten navigieren
Öffne in der linken Seitenleiste Store-Konfigurator → Kosten.
Dann:
Klicke auf Neue Kosten hinzufügen
Wähle Logistikkosten
Schritt 2: Kostenkonfiguration benennen
Trage unter Name der Kosten einen aussagekräftigen Namen ein, an dem du die Konfiguration später leicht wiedererkennst — gerade wenn du mehrere Setups für verschiedene Regionen oder Carrier hast.
Beispiel: Logistikkosten DE, Logistikkosten UK — DHL 2024
Schritt 3: Region wählen
Die Logistikkosten werden pro Region angewendet — abhängig vom Versandland der jeweiligen Bestellung.
Wähle im Feld Region eine bereits angelegte Region aus, oder
gehe in der Seitenleiste zu Store-Konfigurator → Kontoeinstellungen → Regionen
Klicke auf Neue Region erstellen. Eine Region kann ein oder mehrere Länder umfassen.
Klicke auf Region speichern und kehre zur Kostenkonfiguration zurück
So kannst du für Inlands- und Auslandsbestellungen unterschiedliche Versandkosten hinterlegen oder Regionen mit abweichenden Carrier-Verträgen sauber voneinander trennen.
Schritt 4: Versand & Fulfillment
Versand
Wähle unter Versand den Versandtyp, für den du die Kosten festlegen willst (z.B. Standard oder Express). Lässt du das Feld leer, gelten die Kosten für alle Versandtypen.
Fulfillment Location
Wähle das Lager, für das die Kosten gelten, oder lass Beliebig stehen, damit sie für alle Standorte gelten.
Schritt 5: Kosten konfigurieren
Tipp: Schau dir das Video oben an, wenn du zum ersten Mal Logistikkosten anlegst — besonders die gewichtsbasierte Staffelung (Option Weight) lässt sich so leichter nachvollziehen.
Kosten pro Bestellung
Allgemeine Kosten pro Bestellung
Eine einzelne Pauschale je Bestellung, unabhängig von der Artikelzahl. Ideal, wenn deine Fulfillment-Kosten je Bestellung kaum schwanken und du es einfach halten willst.
Versandkosten pro Bestellung
Die Carrier-Kosten für die Zustellung an deinen Kunden (z.B. DHL, UPS). Du kannst sie als Fixed (feste Pauschale) oder gewichtsbasiert über Weight hinterlegen — dabei definierst du Gewichtsbereiche und die jeweils zugehörigen Kosten.
Verpackungskosten pro Bestellung
Die Kosten für Karton und Verpackungsmaterial, mit dem die Bestellung versendet wird.
Sonstige Kosten pro Bestellung
Alle weiteren Kosten je Bestellung, die oben nicht abgedeckt sind.
Kosten pro Artikel
Kosten für das Kommissionieren des ersten Artikels
Die Kosten, um den ersten Artikel einer Bestellung aus dem Lager zu kommissionieren.
Kosten für das Kommissionieren der folgenden Artikel
Die Kosten für jeden weiteren Artikel. Berechnet dein Lager pro Artikel denselben Satz, trage hier denselben Wert ein wie beim ersten Artikel.
Eingehende Versandkosten pro Artikel
Die Kosten, um die Ware an dein Lager zu liefern. Normalerweise stecken sie in den COGS — trage sie hier nur ein, wenn du sie getrennt von den Produktkosten ausweisen willst.
Lagerkosten pro Artikel
Statt sie als Fixkosten zu buchen, kannst du deine Lagerkosten auch variabel ansetzen und hier eintragen, wie viel die Lagerung im Schnitt je versendetem Artikel kostet.
Sonstige Kosten pro Artikel
Alle weiteren Kosten je Artikel, die oben nicht abgedeckt sind.
Kosten pro Rücksendung
Rücksendekosten pro Artikel
Kosten, die von der Zahl der zurückgesendeten Artikel abhängen — z.B. Qualitätsprüfung, Wiedereinlagerung oder Neuverpackung.
Rücksendekosten pro Bestellung
Die Carrier- oder Bearbeitungskosten für die Annahme einer Retoure. Sie fallen nur an, wenn eine Bestellung (teilweise) zurückgeht. Auch hier möglich als Fixed oder gewichtsbasiert über Weight.
Kosten pro Neukunde
Kosten, die nur bei Erstbestellungen anfallen — z.B. Willkommensgeschenke, Beileger oder gebrandete Verpackung.
Tägliche Fixkosten
Kosten pro Tag — etwa Lagermiete oder eine 3PL-Grundgebühr — gleichmäßig auf alle Bestellungen des jeweiligen Tages verteilt.
Beispiel: 50 € Fixkosten pro Tag ÷ 200 Bestellungen = 0,25 € je Bestellung.
Produktspezifische Kosten
Kosten, die an ein bestimmtes Produkt gebunden sind — sie fallen für jede Einheit dieses Produkts in einer Bestellung an.
Typische Fälle:
ein sperriges oder schweres Produkt mit überdurchschnittlichen Carrier-Zuschlägen
ein Bundle, das der 3PL separat kommissioniert und dafür extra berechnet
ein zerbrechlicher Artikel, der spezielle Verpackung braucht
Produkte, die von den Logistikkosten ausgeschlossen sind
Hinterlege hier alle Produkte, die keine Logistikkosten verursachen sollen — typischerweise digitale Produkte, Geschenkkarten oder Downloads.
Schritt 6: Zeitraum festlegen
Jeder Kosteneintrag hat einen Zeitraum. Wenn du einen neuen Carrier-Vertrag abschließt oder sich deine 3PL-Sätze ändern, leg einen neuen Zeitraum an, statt den bestehenden zu überschreiben — so bleiben deine historischen Margen korrekt und du siehst, wie sich Kostenänderungen über die Zeit auswirken.
Schritt 7: Speichern
Klicke auf Absenden, um deine Logistikkosten-Konfiguration zu speichern.
Gross Merchandise Value (GMV) ist die Summe der UVP (unverbindlicher Verkaufspreis) aller in einem Zeitraum verkauften Artikel — also vor allen Abzügen wie Rabatten, Retouren und Steuern.
Dadurch ist er kein besonders aussagekräftiger Erfolgsmaßstab, weil er sich leicht aufblähen lässt. Als Ausgangspunkt in deiner P&L, von dem alles Weitere abgezogen wird, ist er aber nützlich.
Schritt 8: Weitere produktspezifische Kosten
Zusätzliche produktspezifische Kosten kannst du hier hinzufügen:



