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Schau dir das Daily Overview jeden Morgen an – geh Gestern, diese Woche und diesen Monat nacheinander durch
Fang mit den Targets an: bist du bei Umsatz, Neukunden, Profit und Marketing-Effizienz auf Kurs?
Nutze es als diagnostischen Startpunkt – es sagt dir, wo du tiefer graben musst, nicht nur, wie die Zahlen sind
Schließe mit den Produkten ab: was verkauft sich, was solltest du stärker pushen und was könnte knapp im Bestand werden
Stelle zuerst deine Date Range ein
Bevor du irgendetwas liest, stelle die Date Range ein. Die richtige Wahl hängt davon ab, was du verstehen willst:
Gestern – ein schneller Puls-Check für den jüngsten Tag
Diese Woche – wie entwickelt sich die Woche bisher?
Dieser Monat – sind wir für den Monat insgesamt auf Kurs?
Idealerweise prüfst du jeden Morgen alle drei nacheinander. Jede gibt dir eine andere Perspektive auf dasselbe Business.
1. Bist du bei deinen Targets auf Kurs?
Der Targets-Bereich ist dein Startpunkt. Er zeigt dir auf einen Blick, ob du deine Ziele über die Kernmetriken hinweg triffst: Umsatz, Neukunden, Profit, Marketing Spend und Marketing-Effizienz.
Der eigentliche Wert liegt darin, die Lücken zwischen den Metriken zu lesen – nicht nur, ob einzelne Zahlen grün oder rot sind. Ein paar häufige Muster:
Marketing-Effizienz sieht top aus, aber der Spend hängt hinter dem Plan Du bekommst die Performance, die du wolltest, lässt aber Budget liegen. Das ist ein Signal, stärker zu pushen – sag deinem Team, es soll den Spend erhöhen, solange die Effizienz da ist.
Der Spend liegt im Plan, aber die Effizienz stimmt nicht Du gibst aus, was du geplant hast, aber es funktioniert nicht so gut wie erwartet. Zeit, mit deinem Marketing-Team über die Budgetumverteilung zu sprechen oder in schwächeren Bereichen zurückzufahren.
Die Margen stimmen nicht, aber sonst sieht alles gut aus Deine Top-Line-Metriken sehen ok aus, aber der Profit ist nicht da, wo du ihn willst. Mögliche Ursachen: du rabattierst mehr als geplant, die Kosten sind gestiegen, oder du siehst einen höheren Anteil an Verkäufen aus Regionen mit höheren Logistikkosten. Das Daily Overview macht das sichtbar; das Detail liegt woanders.
2. Marketing-Effizienz im Deep-Dive
Der Marketing-Effizienz-Bereich gibt dir eine granularere Sicht auf dieselbe Frage: wie profitabel ist dein Marketing Spend? Prüfe hier die Marketing Profit Ratio zusammen mit deinem MER und aMER.
Wenn etwas nicht stimmt, ist die Aktion dieselbe wie oben – hol dein Marketing-Team dazu, um die Budgetverteilung anzuschauen und herauszufinden, wo du über- oder unterinvestierst.
3. Ad-Account-Metriken
Dieser Bereich zeigt die Plattform-Daten aus deinen verbundenen Ad Accounts. Auf Tagesbasis ist das weniger kritisch – deine Media Buyer sollten selbst in den Plattformen sein und das checken. Überflieg es, aber verbring hier nicht zu viel Zeit.
4. Marketing Channels
Hier siehst du, wie sich Spend und Kundengewinnung über die Channels aufteilen und welche Channels besser performen als andere.
Das ist als Orientierungsebene nützlich: sieht ein Channel schräg aus, weißt du sofort, wen in deinem Team du ansprechen musst. Du musst es nicht selbst aus dem Daily Overview untersuchen – du musst nur wissen, dass etwas Aufmerksamkeit braucht und wer es verantworten sollte.
5. Umsatz Neu- vs. Bestandskunden
Dieser Bereich teilt deinen Umsatz zwischen Neu- und Bestandskunden auf – und es ist leicht zu übersehen, was wirklich passiert, wenn du nur auf die Summe schaust.
Dein gesamter MER mag gesund aussehen, aber wenn der Großteil dieses Umsatzes von Bestandskunden kommt, könnte deine Neukundengewinnung still und leise unterperformen. Langfristiges Wachstum braucht einen stetigen Zufluss an Neukunden. Wenn dein Acquisition MER oder die Acquisition Marketing Profit Ratio nicht dort ist, wo sie sein muss, prüfe diesen Bereich – er erklärt vielleicht, warum.
6. Discount Rate
Wenn deine Margen vorhin schräg aussahen, findest du hier oft die Antwort. Eine höhere Discount Rate als geplant kann deinen Top-Line-Umsatz stützen und dabei still die Profitabilität auffressen.
Wenn du das siehst, ist die Frage: sind die Rabatte gewollt und im Budget – oder sind sie ohne klaren Grund hochgekrochen?
7. Produkte
Schließe mit einem kurzen Blick darauf ab, was sich tatsächlich verkauft. Ein paar Dinge zum Prüfen:
Welche Produkte performen gerade gut? Gibt es saisonale Produkte, die anziehen und die du stärker im Marketing pushen oder prominenter auf deiner Homepage platzieren solltest?
Sind deine Bestseller immer auf Lager? Ein Stockout bei einem Top-Produkt ist ein direkter Umsatzverlust, der oft vermeidbar ist. Nutze diese Ansicht als Frühwarnung.
Die Morgenroutine
Das Daily Overview funktioniert am besten als strukturierte Morgenroutine. Prüfe Gestern → diese Woche → diesen Monat, in dieser Reihenfolge. Jeder Zeitraum dauert nur ein paar Minuten, sobald du weißt, worauf du achtest.
Das Ziel ist nicht, alles tief zu analysieren – es ist, einen Überblick über dein Business zu bekommen und schnell die ein, zwei Bereiche zu erkennen, die an diesem Tag Aufmerksamkeit brauchen. Dann lenkst du deine Zeit und die Ressourcen deines Teams dorthin.
